Tipps für die Haltung von Zwergkaninchen
Sollten Sie auf die Idee kommen, ein Zwergkaninchen für sich oder Ihre Kindern zu kaufen, wenden Sie sich bitte an einen Liebhaberzüchter. Dieser gibt zufriedenstellende Auskünfte und hat meistens gute Rassetiere. Wenn man keine Kaninchenzucht betreiben möchte, sollte man kein Einzeltier, lieber zwei Weibchen kaufen. Ein einzeln gehaltenes Kaninchen benötigt viel Zuwendung und Zeit. Sollten Sie beides nicht geben können, so müssen Sie einen Partner holen. Auch sollte man kein Meerschweinchen, daß fälschlicherweise gerne als Partner eingesetzt wird, zu einem Zwergkaninchen setzen. Die beiden werden sich zwar sofort anfreunden, können aber nicht miteinander kommunizieren. Das Häuschen sollte eine Mindestgröße von 120x80 cm haben, je nach Größe des Kaninchens. Natürlich ist größer besser, da das Kaninchen in Abwesenheit des Menschen viel herumspringen möchte. Ein Auslaufgehege wäre da natürlich sehr sinnvoll. Vorsichtig sollte man bei Drahtgeflechtauslauf sein. Der Zaun muß tief in den Boden gehen, da Kaninchen von Natur aus Wühler sind und sich gerne einen Tunnel in die Freiheit graben. Die Ernährung ist relativ einfach. Zwergkaninchen sind reine Pflanzenköstler und Dauerfresser. Bitte hier nicht zuviel Fressen ins Schälchen geben und immer reichlich Wasser parat stehen haben. Geeignet sind gute Fertigfuttermischungen, wie Pellets, die man im gut sortierten Zoofachhandel vorfindet. Dazu gibt man stets Wiesenheu und Frischfutter aller Art. Salat und Karotten kann man ebenfalls dazugeben. Bei Salatblättern sollte man aber auch nicht gleich einen ganzen Kopf reingeben, sondern täglich nur vier bis fünf saubere Blätter. Für die Zähne empfiehlt sich Knabberzeug, harte Brotkanten oder Obstbaumzweige. Die Zwergkaninchen werden es Ihnen danken. Den Käfig sollte man mit staubfreien Spänen oder Stroh eindecken. Auch ein Hüttchen im Käfig sollte vorhanden sein, damit sich das Tier auch mal zurückziehen kann.
Tierarzt
Zwergkaninchen sollten auch die Krallen geschnitten bekommen. Dafür steht der Tierarzt gerne bereit. Wenn man die Krallen selbst schneidet, kann es passieren, dass man mit der Nagelschere eine Blutader erwischt und das Tier starke Schmerzen dadurch erleidet. Bei auftretenden Bauchschmerzen (zum Beispiel durch Überfütterung oder zuviel Grünfutter) sollte man auch unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Weitere hilfreiche Informationen über auftretende Krankheiten kann ein Züchter oder Tierarzt geben.