Cortita auf der Flucht
Chihuahua-Hündin lebte ein Jahr lang unerkannt in Italien - TASSO vermittelte sie zurück
Hattersheim/Hohenstein, 12.10.2010 (profact) - Es sollte ein Traumurlaub werden, doch es kam anders: Kaum war Thekla Saalmann mit Ehemann, zwei Kindern und Chihuahua-Hündin Cortita im Ferienhaus am Gardasee eingetroffen, stürzte sich ein großer Hund auf den winzigen Vierbeiner. "Ich bin aus dem Haus gerannt und wollte Cortita beschützen", erzählt Thekla Saalmann. "Doch die war schon in Panik weg gerannt und auch nach stundelangem Suchen nicht auffindbar."
Wie die gebürtige Dessauerin mit Wohnsitz im baden-württembergischen Hohenstein weiter berichtet, habe die Ferienhausbesitzerin sofort Suchplakate drucken lassen, die Gemeinde und die Polizei informiert. Ohne Erfolg. "Ich legte meine Shirts an ruhigen Stellen aus, in der Hoffnung, dass der Hund den Geruch erkennt. Aber Cortita kam nicht, und niemand hatte sie gesehen. Es war schrecklich." Nach einer Woche reisten die Saalmanns ab - ohne Cortita.
Zurück in Deutschland, informierte Thekla Saalmann TASSO, denn Cortita ist gechipt und bei der Tierschutzorganisation registriert. Aber auch TASSO konnte zunächst nicht helfen, die Chihuahua-Hündin blieb in Italien verschollen. Bis Ende August 2010, genau ein Jahr nach ihrem Verschwinden: "Ich hatte auf meinem Anrufbeantworter eine Nachricht von TASSO, dass man Cortita gefunden habe", erzählt die 33-Jährige. "Ich habe sofort zurückgerufen, und man sagte mir, dass sie in Bozen in Südtirol gefunden wurde. Sie lebte seit drei Tagen bei einer Pflegefamilie. Die Leute hatten sie dort in einem Freibad gefunden, wo sie herum irrte." Eine Tierärztin habe den Hund untersucht und den Chip mit einem Scanner ausgelesen. Die Anfrage bei TASSO führte schließlich zu Thekla Saalmann als eingetragene Besitzerin. "Mit einer Freundin bin ich natürlich sofort nach Italien gefahren und konnte Cortita dort endlich wieder in den Arm nehmen."
Thekla Saalmanns Fazit: "Wenn ein Hund gechipt und bei TASSO registriert ist, sollte man bei seinem Verschwinden die Hoffnung nicht aufgeben. Selbst ein so kleiner Hund wie meine Cortita hat es geschafft, ein Jahr lang in Italien zu überleben!"
Keine Sorge bei Auslandsreisen mit Hund oder Katze:
Transponder funktionieren weltweit
Der Identifikations-Chip macht eine Rückvermittlung problemlos möglich
Hattersheim, 26.04.2010 (profact) - Wer mit Hund, Katze oder Frettchen EU-Grenzen passiert, muss für sein Tier den EU-Heimtierausweis mitführen. Vorgeschrieben ist außerdem eine "eindeutige Kennzeichnung". Bis zum 3. Juli 2011 reicht dazu eine Tätowierung, danach ist der vom Tierarzt unter die Haut gesetzte Transponder gesetzlich vorgeschrieben. "Bis dahin sollte man aber nicht warten", empfiehlt Philip McCreight von TASSO, dem europaweit größten Register für Heimtiere. "Denn eine Tätowierung kann verblassen und unleserlich werden, der Transponder dagegen bietet eine eindeutige und nachhaltige Identifizierung." Und die sei nötig, um ein entlaufenes Tier auch im Ausland von TASSO kostenlos ermitteln zu lassen.
Doch trotz Transponder und Registrierung bei TASSO - viele Tierbesitzer fürchten, dass der Chip im Ausland nicht ausgelesen werden könne, so McCreight weiter. "Dafür gibt es aber kaum noch Gründe", sagt der Tierschützer. "Wenn das Lesegerät einwandfrei funktioniert, wird auch der Transponder seine Kennung preisgeben." Dr. Jürgen Bartz, Tierarzt bei der Virbac Tierarzneimittel GmbH in Bad Oldesloe, dem deutschen Marktführer für Tier-Transponder, pflichtet ihm bei: "ISO-Transponder und Lesegeräte unterliegen einer internationalen Norm. Selbst in den USA, die sich dem viele Jahre verschlossen haben, setzt sich der ISO-Standard mittlerweile durch."
Definiert wurde die Normung unter den Codes 11784 und 11785 von der "International Organization for Standardization", kurz ISO. So besteht die ISO-Norm 11784 aus einer 15-stelligen Zahl. Die ersten drei Ziffern kennzeichnen in der Regel das Herkunftsland des Transponders, beispielsweise 276 für Deutschland, 040 für Österreich oder 280 für Italien. Danach folgen der Herstellercode (zum Beispiel 0981 für Datamars oder 0968 für AEG) und eine weltweit einmalige 8-stellige Zahl. "Wurde das Tier bei uns mit diesem Code registriert, können wir im Verlustfall den dazu gehörigen Besitzer abfragen und schließlich kontaktieren", erklärt McCreight. "Das bedeutet auch zwangsläufig, dass Chippen allein gar nichts bringt, wenn das Tier nicht auch bei uns registriert ist. Deshalb sollte jeder Tierbesitzer spätestens vor Reiseantritt eine Registrierung vornehmen beziehungsweise die Einträge in unserer Datenbank checken. Wie alle Leistungen von TASSO ist auch dieser Service natürlich kostenlos ."
So funktioniert die Transponder-Abfrage:
Das Lesegerät (1) sendet sehr schwache Radiowellen aus (gelb), die durch eine Spule im ansonsten völlig inaktiven Transponder (2) in elektrische Spannung umgewandelt werden, und zwar durch die so genannte induktive Kopplung. Diese Energie versorgt den Sender im Transponder, der daraufhin seinen Zahlencode ausstrahlt (grün). Das Lesegerät empfängt den Code und zeigt ihn auf dem Display an (3). Die 15-stellige Zahl besteht aus der Länderkennzeichnung (276 für Deutschland), dem Herstellercode (0981 für Datamars) und der Seriennummer.
Der Hund im Büro - die meisten Chefs haben nichts dagegen
TASSO-Umfrage bestätigt zunehmende Toleranz der Arbeitgeber
Hattersheim, 13.04.2010 (profact) - Deutschlands Arbeitgeber sind auf den
Hund gekommen. Zumindest für 1760 Herrchen und Frauchen, die ihren
Vierbeiner mit an ihren Arbeitsplatz bringen dürfen. Philip McCreight,
Leiter der TASSO-Zentrale, wertet dies als Zeichen zunehmender Toleranz, und
das nicht mal ohne Eigennutz des Chefs: "Wer seinen Hund mit ins Büro nehmen
darf, arbeitet entspannter und somit effizienter. Das Arbeitsklima bessert
sich - wovon letztlich auch der Arbeitgeber profitiert."
Das bestätigt Andreas Constantin Meyer, Gründer und Geschäftsführer der
Online-Plattform www.fotocommunity.de, mit mehr als einer Million
Mitgliedern die größte Internetgemeinschaft für Fotobegeisterte in Europa.
Für ihn war es von Anfang an nie eine Frage, ob Hunde im Büro erlaubt sind
oder nicht: "Unsere tierischen Kollegen tragen sehr viel zum guten Klima
bei, ein Office ohne Hunde kann und will sich hier niemand vorstellen." Die
fünf Hunde Chicco, Dora, Otti, Jule und Maira jedenfalls fühlen sich in den
Büros am Bonner Rheinufer buchstäblich pudelwohl.
Ähnlich sieht es Ann Marisa Freese, Geschäftsführerin der auf den
Online-Lebensmittelhandel spezialisierten Kisju GmbH in Berlin: "Tiere
sollten an der Seite ihres Besitzers leben und nicht allein zu Hause
gelassen werden. Wir möchten das unterstützen. In unserem Büro sind alle
Tiere herzlich willkommen. Unsere drei Hunde Neo, Louis und Maya tragen
täglich zu einem herzlichen und kollegialen Betriebsklima bei."
Insgesamt 3451 Haustierbesitzer hatten auf die TASSO-Umfrage geantwortet, 51
Prozent gaben an, dass sie ihr Haustier mit ins Büro nehmen dürfen.
TASSO: Bundesweite Registrierungspflicht von Haustieren würde Tierheime jährlich um 28 Millionen Euro entlasten
Sofortige Rückvermittlung entlaufener Vierbeiner statt kostenintensiver Unterbringung - Noch immer sind neun Millionen Hunde und Katzen nicht erfasst
Hattersheim, 31.03.2010 (profact) - Wenn jeder Hund und jede Katze mit einem Transponder-Chip ausgestattet und bei TASSO registriert wäre, könnten deutsche Tierheime jährlich rund 28 Millionen Euro an Unterbringungskosten einsparen. So Philip McCreight, Leiter der auf die kostenlose Registrierung und Rückvermittlung von Haustieren spezialisierten Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Der Experte rechnet vor: Ein Tierheim kalkuliert zwölf Euro pro Tag für die Unterbringung eines Fundtieres, das im Schnitt 15 Tage im Tierheim verbringt, da der Besitzer sich erst dann meldet oder identifiziert werden kann. Wäre das Tier mit einem Transponder-Chip ausgestattet und bei TASSO registriert, könne die Rückvermittlung sofort beginnen, das Heim spare somit pro Tier 180 Euro. "Da TASSO jedes Jahr mehr als 50.000 Haustiere meist innerhalb weniger Stunden zurückvermittelt, ergibt dies bei den Tierheimen schon jetzt eine Kostenentlastung von hochgerechnet über neun Millionen Euro", sagt McCreight.
Allerdings sei nur etwa ein Drittel aller in Deutschland lebenden Hunde und Katzen bei TASSO erfasst, knapp neun Millionen liefen immer noch ohne Registrierung herum. "Unser Service ist für alle Beteiligten kostenlos", argumentiert McCreight. "Deshalb sollte die Politik hier ein Exempel statuieren, das sowohl für Tierhalter als auch für Tierheime nur Vorteile bringt: die bundesweite Registrierungspflicht." Erste Gespräche mit verantwortlichen Politikern habe es bereits gegeben: "Zumindest hier in Hessen steht man unseren Vorschlägen offen gegenüber."