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TIEMAG - das Tiermagazin im Internet

katzenbabys

Geschichten unserer Besucher

Hier bieten wir Ihnen die Möglichkeit Ihre Geschichte mit Ihren Tieren zu veröffentlichen.

Bei Interesse schreiben Sie uns eine mail mit Ihren Vorstellungen und legen Sie ein Foto mit Ihrem Tier in die Anlage der email.

 

»Glück im Unglück«

Wir waren sehr stolz auf unsere beiden Katzen. Die eine hat vier Junge zur Welt gebracht, die zweite leider nur zwei. Durch einen Unfall mit einem Auto starb die Katze mit den beiden Katzenkindern. Was sollten wir jetzt machen? Zwei acht Tage alte Babys können nicht überleben. Mit der Hoffnung, das die andere Katzenmutter diese beiden aufnimmt, legten wir die zwei zu den anderen vier Babys. Und siehe da... die Katzenmutter leckte sofort die beiden ab und nahm sich ihrer an. Zum Glück im Unglück. Wir sind auf jeden Fall sehr glücklich darüber.

gez. Sabrina Lüdtke

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»Liebes verfluchtes Gitter«

Wohl tausendmal schon habe ich die eisernen Stäbe mit meinen blutenden Pfoten niederreißen wollen, und auch meine Zähne habe ich daran probiert. Doch härter als der härteste Knochen und glatter als der glätteste Stein gibst du nicht nach, du verfluchtes Gitter.
Ich höre Stimmen, hohe, tiefe, ich rieche deinen menschlichen Atem, ich suche deine Augen, du Aufrechtgehender, um dir zu sagen: Bitte ,- ich bitte dich, ich bettle dich an, nein, ich will keinen Knochen, kein Stückchen Barmherzigkeitswurst. Ich habe auch keinen Hunger nach Futter.
Ich habe Sehnsucht!
Sehnsucht nach Luft, nach Wiese, nach einer Decke in deiner warmen Ecke, nach einer Hand, in der ich meine feuchte Schnauze stecken kann. Nimm mich mit! Ich bin ein Bastard oder ein Rassehund, verstoßen und doch einmal geliebt worden. Ich bitte dich, gib mir ein Stückchen Glück von dem zurück, das ich verloren habe. Ich begreife es einfach nicht.
Mein Blick wird von Tag zu Tag müder. Die Kreise meiner Gedanken werden kleiner und kleiner. So klein, dass sie jetzt schon recht gut in meine kleine Zelle passen. Ich laufe im Kreis und denke nur noch im Kreis. Wird dieser Kreis der Rest meines Lebens sein? Das Gitter ist mir schon vertraut, beinahe habe ich es schon lieb!
Ja, ich liebe dich du verfluchtes Gitter, weil ich wenigstens meine Hoffnung durch dich hindurchschicken kann. Ich liebe dich, weil ab und zu eine menschliche Hand zu mir hereinlangt, und manchmal sich auch ein Blick zu mir herein verirrt, der mir sagt, warte nur ab, es kommt auch für dich einmal ein schöner Tag.
Bestimmt!
Um Mitternacht, wenn anderswo Geisterstunde ist, dann reden wir Häftlinge miteinander, von Zelle zu Zelle, von Gitter zu Gitter und erzählen uns gegenseitig unsere Schicksale, warum wir von unseren geliebten Menschen verstoßen worden sind, misshandelt, vor die Tür gesetzt, aus dem fahrenden Auto geworfen, im Wald angebunden, hinausgeschmissen, vertrieben, vergessen, wir armen Hunde hier im Massenstall.
Das ist dann die Stunde, in der ich dir direkt dankbar bin, du liebes, geliebtes Gitter. Dann verfluche ich dich nicht mehr, dann liebe ich dich wirklich, ehrlich, aufrichtig. Denn du bist nicht mehr das Ende meiner armen Hundewelt, nein du schützt mich ja auch vor eurer Welt.
Es ist eng geworden, liebes, geliebtes Gitter! Draußen in eurer Welt war das Fest der Liebe. - Weihnachten! - So manches Geschenk mit den drolligen Kulleraugen, (so wie einst ich) ist jetzt hier im Massenstall.
Hinter meinem geliebten - und doch - verfluchten Gitter!!!

Geschichte von Elke Massott

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